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Freightliner Custom Chassis Corporation (FCCC) ist ein US-amerikanischer Lastkraftwagen-Hersteller und seit 1981 eine Marke der Daimler Truck North America LLC, des größten Herstellers von Schwerlastfahrzeugen in Nordamerika. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Portland, Oregon. Weitere Produktionsstätten existieren in den Vereinigten Staaten und in Mexiko. Die Geschichte von Freightliner begann 1939, als Consolidated Freightways, eine Spedition, beschloss, Lkw für den eigenen Bedarf herzustellen; Freightways Manufacturing Corp. wurde gegründet. Nur ein Jahr später wurde der erste eigene Entwurf, ein Frontlenker mit Dieselmotor fertiggestellt. 1942 wurde Freightliner als Markenzeichen eingetragen. Die Firma machte mit dem Einsatz beim Mutterunternehmen Consolidated Freightways Cabover-Sattelzugmaschinen populär. Um ein Vertriebsnetz für die Produktlinie auch außerhalb von CF aufzubauen, um damit höhere Produktionsmengen und reduzierte Kosten zu ermöglichen, schloss man 1951 eine Vereinbarung mit der White Motor Company aus Cleveland, Ohio. Als einer der größten Lkw-Hersteller in den Vereinigten Staaten zu dieser Zeit, verkaufte White seitdem Freightliner-COE unter dem Co-Branding White Freightliner.

 

Von den Cabovern möchte ich mindestens 4 Varianten bauen, einen 73er WFT75, einen 64er WFT58, einen 78er WFP96 Powerliner und einen FLT104 von 1985. Die Zahl hinter der Modellbezeichnung benennt dabei jeweils immer die Kabinenlänge; 58" stehen dabei für ein Daycab, die längeren sind allesamt Sleepercabs. Bei den Conventionals sind erst einmal nur 2 Ableger angedacht, ein 81er mit Doppelscheinwerfern in rund und einen aus der Mitte der 80er mit eckigen Headlights.

 

WFT75 (1973)

 

Das von mir als Vorbild herangezogene 73er Modell war das erste, das mit der höheren und breiteren WFT-Cab-Serie R61 ausgestattet war. Die 75 Inch-Variante war bereits bei den Vorgängerserien verfügbar und erfreute sich relativ großer Beliebtheit. Im Modell wird diese Kabine bei einer Breite von 33 mm etwa 27 mm hoch und 26 mm lang sein. Das Modell ist das bisher letzte in Angriff genommene Projekt. Aufgrund seiner Flächengeometrie ist es zugleich das anspruchsvollste und ich bin selber gespannt, wie ich hier weiterkomme...

  

       

Aufbau der Grundform, Seitenwände

 

Aufbau der Grundform, Frontseite

 

Grundform, Fahrerseite

 

Wer aufmerksam mitliest, hat bestimmt bemerkt, dass aus dem ehemals angedachten 69er-Modell ein 73er geworden ist. Der Teufel im Detail hat mir einen Fehler untergejubelt, der mich letztlich zu der Entscheidung nötigte, die Kabine entweder in der Mitte aufzuschneiden und sie 1,5 mm schmaler wieder zusammenzukleben oder sie am unteren Rand um etwa 2 mm zu erhöhen - sprich, meine 69er Kabine hatte die richtige Höhe, aber bereits die Breite der R61. Verdammt! Nun ja, 2 mm untenrum erschien mir einfacher, deshalb also R61 und das Modell von 1973. Mit der Auffütterung des Blechkleides kümmerte ich mich auch um den Abschluss der oberen Scheibenrahmen, kürzte den gesamten Aufbau auf 25 mm (so dass noch genügend Platz für eine Rückwand bleibt, wenn das Balsaholz, dass ja nur als Hilfskonstruktion dient, entfernt ist) und passte die Türrahmen von der Größe auf die Tür des Freightliner FLC an, die ich schon für den Conventional aufgebaut hatte. Da beide Varianten aus der COE-Kabine abgeleitet wurden, konnte ich hier praktisch einen Synergieeffekt mitnehmen...

  

   

   

Aufbau der Unterseite und Fensterrahmen

 

Perspektive mit aufgelegter Dachplatte

 

Seitenansicht der 75"-Länge mit FLC-Tür

 

FLC120 (1981)

 

Der FLC120 ist ein klassischer Hauben-LKW, der von 1974 bis zum Ende der 80er Jahre in der als Modellvorlage ausgewählten Konfiguration gebaut wurde. Die Kabine misst von der Stoßstange bis zur Rückwand 120 Inch (daher der Name), was ziemlich genau 3,05 Meter entspricht. Das Modell des Führerhauses befindet sich noch in einer sehr frühen Bauphase. Es wird vollständig in Scratchbauweise erstellt und ist 42,5 mm lang, vom tiefsten Punkt der Kotflügel bis zum Dach 30 mm hoch und nach Abschluss der Arbeiten an den Kotflügeln 32 mm breit. Die Motorhaube wurde aus dünnen Plastikplatten auf einem zuvor maßig zurecht geschnittenen Hartschaumkörper aufgebaut, die Kotflügel aus einem Permanentmarker mit dem passenden Radius und die eigentliche Kabine aus 2- bis 3-lagig verklebter Plastikkarte. Der zur Zeit noch geschlossene Boden der Kabine wird wieder herausgefräst, wenn die nötige Stabilität der Karosserie erreicht ist. Sobald es Baufortschritte und neue Fotos gibt, wird der Bericht hier fortgesetzt.

 

       

Kabine und Haube, Grundform

 

Kabine, Ansicht von hinten links

 

Kabine und Haube, Perspektivansicht

 

Dass es im Modellbau oft genau so zugeht, wie im wahren Leben, hat sich heute unter Beweis gestellt. Einen Moment abgelenkt gewesen und das Malheur war passiert. Dabei wollte ich einfach nur die Kotflügel auf jeder Seite um ca. 0,5 mm schmaler machen, insgesamt war das Fahrzeug an dieser Stelle noch einen Millimeter zu breit. 1. Kotflügel - null Problemo. Zweiter - Unfall. Minimal in der Säge verkantet, quergeschossen; kann es verwundern, dass das Ergebnis auch noch aussieht, als hätte der Truck einen Verkehrsrempler gehabt?

 

   

   

Unfallfotos, für die Versicherung

 

... und nach dem Werkstattbesuch

 

Schaden behoben!

 

So, die Kabine war bei den Karosserieschlossern; nach viel Schleifen ist vom Unfall nicht mehr viel zu sehen. Hoffen wir mal, dass sich der weitere Verlauf reibungsloser gestaltet.