IN MEMORIAM >STENFALK KLEINFIGURENKUNST<

 

Ein Conventional ist eine Art von Lastkraftwagen mit seinem Motor vor dem Fahrer, mit einer langen Motorhaube. In manchen Gegenden werden sie Bonneted Units genannt. Dieses Modell wird von amerikanischen Truckern seit den 80er Jahren am häufigsten verwendet. Das Design bietet dem Fahrer mehr Beinfreiheit und eine ruhigere Fahrt, erleichtert Wartungsarbeiten, den Einbau größerer, stärkerer Motoren und genießt hohes Prestige bei den Fahrern. Durchgesetzt haben sich diese Fahrzeuge, insbesondere in der Konfiguration als Sattelzug/Semi Tractor, im Prinzip nur in Nordamerika und in Australien, weil dort entweder lediglich die Länge der Trailer und nicht das gesamte Gespann begrenzt wird oder, im zweiten Fall, Längen zugelassen sind, an die sonst nirgends in der Welt auch nur gedacht werden könnte.

 

Freightliner FLC120 (1981)

  

Freightliner Custom Chassis Corporation (FCCC) ist ein US-amerikanischer Lastkraftwagen-Hersteller und seit 1981 eine Marke der Daimler Truck North America LLC, des größten Herstellers von Schwerlastfahrzeugen in Nordamerika. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Portland, Oregon. Weitere Produktionsstätten existieren in den Vereinigten Staaten und in Mexiko. Die Geschichte von Freightliner begann 1939, als Consolidated Freightways, eine Spedition, beschloss, Lkw für den eigenen Bedarf herzustellen; Freightways Manufacturing Corp. wurde gegründet. Nur ein Jahr später wurde der erste eigene Entwurf, ein Frontlenker mit Dieselmotor fertiggestellt. 1942 wurde Freightliner als Markenzeichen eingetragen.

 

Der FLC120 ist ein klassischer Hauben-LKW, der von 1974 bis zum Ende der 80er Jahre in der als Modellvorlage ausgewählten Konfiguration gebaut wurde. Die Kabine misst von der Stoßstange bis zur Rückwand 120 Inch (daher der Name), was ziemlich genau 3,05 Meter entspricht. Das Modell des Führerhauses befindet sich noch in einer sehr frühen Bauphase. Es wird vollständig in Scratchbauweise erstellt und ist 42,5 mm lang, vom tiefsten Punkt der Kotflügel bis zum Dach 30 mm hoch und nach Abschluss der Arbeiten an den Kotflügeln 32 mm breit. Die Motorhaube wurde aus dünnen Plastikplatten auf einem zuvor maßig zurecht geschnittenen Hartschaumkörper aufgebaut, die Kotflügel aus einem Permanentmarker mit dem passenden Radius und die eigentliche Kabine aus 2- bis 3-lagig verklebter Plastikkarte. Der zur Zeit noch geschlossene Boden der Kabine wird wieder herausgefräst, wenn die nötige Stabilität der Karosserie erreicht ist. Sobald es Baufortschritte und neue Fotos gibt, wird der Bericht hier fortgesetzt.

 

       

FLC120 - Perspektive, mittlere Bauphase

 

FLC120 - Perspektive, mittlere Bauphase

 

FLC120 - Perspektive, mittlere Bauphase

  

Mack RW613 Superliner (1985)

  

Mack Trucks, Inc. ist ein US-amerikanischer Nutzfahrzeughersteller. Das Unternehmen wurde 1900 als Mack Brothers Company gegründet und ist seit 2001 Teil der schwedischen Volvo Group. Mack ist in den USA vor allem für schwere Lastkraftwagen für Fernverkehr und Bauwirtschaft bekannt, mit dem Ruf, äußerst robuste Fahrzeuge („built like a Mack Truck“) herzustellen. Im Ersten Weltkrieg lieferte Mack über 6000 Lastwagen an die Armeen der USA und Großbritanniens. Britische Soldaten verglichen das Aussehen der Mack-Lastwagen damals mit Bulldoggen, wodurch die Bulldogge zum Maskottchen der Marke wurde und bis heute geblieben ist.

  

Der Superliner ist eine Modellreihe mit konventioneller Kabine, die als Flaggschiff der Mack-Produktlinie in Nordamerika diente und von 1977 bis 1993 produziert wurde. Die Entwicklung begann in den frühen 1970er Jahren bei Brockway, einem Tochterunternehmen, das 1977 liquidiert wurde. Mack setzte die Entwicklung und Produktion des Superliner unter eigenem Namen fort. Die Kabinenlänge beträgt 118 Inch bzw. 3 Meter im Original und 41,5 mm im Modell. Hoch ist die Kabine vom Kotflügel bis zum Dach 28 mm, die Breite liegt bei 32 mm. Auch der Mack wurde komplett aus Plastik aufgebaut, die Kotflügel sind hier aber im Vergleich zum einteiligen Freightliner-Bauteil aus jeweils 10 Einzelteilen zusammengefügt. Zudem mussten sie nach der Montage noch einmal gekürzt werden, da ich in der Zeichnung einen Rechenfehler eingearbeitet hatte. Auch die Hauben-Ornamentik mit verschiedenen Sicken und erhabenen Teilen auszuarbeiten, ist deutlich aufwändiger als z.B. beim FLC. Auf der Fahrerseite sind die Fenster noch nicht abschließend ausgefeilt, links kann man erkennen, wie das einmal aussehen wird. Im Führerhaus ist der Boden bereits wieder eröffnet, trotzdem steht auch diese Karosse noch vor etlichen Maßnahmen, die umzusetzen sind. Ich halte Euch auf dem Laufenden, sofern es neues zu berichten gibt!

 

       

RW613 - Perspektive, mittlere Bauphase

 

RW613 - Perspektive, mittlere Bauphase

 

RW613 - Seitenansicht, mittlere Bauphase